(Starnberg) Es ist eine wacklige und ziemlich (schaden-) freudige Angelegenheit, wenn die Berufsfischer vom Starnberger See beim 18. Prinzregent-Luitpold-Fischerstechen am 9. Juli in ihre Boote steigen und um den Titel des „Fischerkönigs“ kämpfen. Zumal die Kontrahenten auf einem Brett von gerade einmal 70 mal 26 Zentimetern Größe balancieren, während sie unter dem Johlen der Zuschauer versuchen, den Gegner mit einer gepolsterten Stechlanze ins Wasser zu stoßen. Diese vom Heimat- und Volkstrachtenverein Starnberg ausgerichteten Zunftspiele finden seit 1907 nur alle fünf Jahre statt – aber immer unter dem Protektorat der Wittelsbacher. Auch beim 18. Fischerstechen in der Starnberger Bucht hat der Kopf des Hauses Wittelsbach, Herzog Franz von Bayern, die Schirmherrschaft übernommen und spendet den Ehrenpreis für den Fischerkönig. Außer um die Ehre hat dieser zuvor auch um die Gunst der schönen Fischerbraut gefochten. Neben den Berufsfischern können am Sonntag, 9. Juli, auch die Sportfischer ab 16 Jahren versuchen, als Lanzenstecher eine gute und möglichst trockene Figur zu machen. Der Einlass an der Seepromenade ist um 11 Uhr, Turnierbeginn um 12.30 Uhr, der Eintritt kostet 5 Euro. Ausweichtermin bei Schlechtwetter ist der 16. Juli.  www.sta5.de; www.trachtenverein-starnberg.de

Fischerstechen Starnberg Fischerhochzeit
„Fischerkönig“ werden lohnt sich: Die Fischerbraut erwartet ihren „Gatten“ bereits mit der Krone in der Hand.
Foto: Heimat- und Volkstrachtenverein Starnberg
Lanzen Sportfischen Fischertechen Starnberger Fünf-Seen-Land
Eine wacklige Angelegenheit ist das Fischerstechen schon. Die Sportfischer nehmen’s mit Humor und präsentieren sich bunt kostümiert.
Foto: Heimat- und Volkstrachtenverein Starnberg
Lanzen Fischerstechen Starnber 2017 Fünfseenland
Schön anzusehen und ungefährlich: Die Stechlanzen der Berufs- und Sportfischer sind gepolstert.
Foto: Heimat- und Volkstrachtenverein Starnberg