Am 13. und 14. Oktober bietet das Figurentheater-Festival in Dietramszell bunte Unterhaltung für Jung und Alt. Mit Märchen-, Marionetten- und Kasperltheateraufführungen

Das Tölzer Land lädt wieder zum Larifari nach Dietramszell. Dabei lassen vier Künstler-Gruppen ihre Puppen tanzen. Kinder und Erwachsene erleben in verschiedenen Aufführungen an vier Spielorten die Vielfalt des Puppenspiels. Neben den beliebten Handfiguren-Stücken rund um Kasperl und seine Freunde hat die Puppenkiste auch traditionelle Pendel-Marionetten zu bieten. Sie spielen Episoden für Kinder und klassische Märchen wie „Kalif Storch“ von Wilhelm Hauff, die für alle Altersgruppen spannend sind. Im Abendprogramm wird ein Kasperltheater speziell für Erwachsene geboten und Geschichten ohne Worte erzählt. Kinder zahlen fünf Euro, Erwachsene acht bzw. zwölf Euro für die Abendveranstaltungen. Das Familienticket gibt’s für 20 Euro. Karten unter info@larizell.de. Infos unter www.larizell.de, www.toelzer-land.de.

Lachen verboten. So lautet die einzige Regel, die der Kalif und sein Großwesir beachten müssen, um sich nach einem Tag als Störche wieder zurück in Menschen zu verwandeln. So beginnt das Märchen „Kalif Storch“ von Wilhelm Hauff, das zum Auftakt des siebten Figurentheater-Festivals im oberbayerischen Dietramszell gespielt wird. Beim Finale am Tag darauf kommt dann das baden-württembergische „Pendel Marionettentheater“ mit seinen „Geschichten ohne Worte“ auf die Bühne. Auf poetische Weise erzählt das Duo Alltagsgeschichten, das heißt, die beiden erzählen nicht sondern agieren nur mit Gesten und Gebärden. Zum Beispiel von dem Punk, der einen Schmetterling fangen wollte. Oder von Hans Huckebein, der zu viel Schnaps trinkt.

Die Idee des Festivals knüpft an die lange Tradition des Marionettentheaters im Tölzer Land an. „Das Geschichtenerzählen mit Marionetten ist hier fester Bestandteil der Unterhaltungskultur“, sagt Initiator Ronald Künemund. „Früher erheiterte das Puppenspiel die Besucher des Jahrmarkts in Bad Tölz.“ Nach und nach entwickelte es sich zu einer eigenen Kunstform. Heute lebt die Tradition im bekannten Tölzer Marionettentheater weiter – seit 110 Jahren. Mit klassischen sowie modernen Stücken begeistern die Künstler und ihre Puppen Besucher jedes Alters.

Wer wissen möchte, wie die Marionetten bewegt und wo sie hergestellt werden, wirft im Anschluss an die Vorstellungen im Tölzer Marionettentheater einen Blick hinter die Kulissen. Noch mehr Informationen zu den Puppen gibt’s in der neuen Ausstellung zum 110-jährigen Jubiläum des Theaters im Stadtmuseum. https://marionetten-toelz.de


Über das Tölzer Land:
Das Tölzer Land repräsentiert als Tourismusmarke die 21 Städte und Gemeinden des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen. Die Region erstreckt sich südlich von München bis zur Tiroler Grenze. Der Starnberger See im Westen, Kochel- und Walchensee im Süden und der Sylvenstein-Stausee im Osten bieten zahlreiche Erholungsmöglichkeiten – ebenso wie Isar und Loisach, die sich als blaue Bänder durch die Bilderbuchlandschaft schlängeln. Der höchste Gipfel ist der Schafreuter (2101 m). Bergbahnen führen sommers wie winters auf den Herzogstand (1731 m) am Walchensee, auf das Brauneck (1555 m) in Lenggries und auf den Blomberg (1248 m), den Hausberg von Bad Tölz.

Weitere Infos:
Tölzer Land Tourismus, Tel.: 08041 / 505206, info@toelzer-land.de, www.toelzer-land.de

Kasperl Kloster Dietramszell
Wenn Kasperl und seine Freunde auf die Bühne kommen, tanzen die Puppen.
Foto: Ronald Künemund
Stummes Theater: Was passiert, wenn Hans Huckebein zu tief ins Glas blickt, versteht man auch ohne Worte.
Foto: Pendel Marionettentheater
Lachen verboten, heißt es beim Märchen „Kalif Storch“ von Wilhelm Hauff. Das gilt natürlich nicht für das Publikum.
Foto: Klick Klack Theater